Samstag, 2. Oktober 2010

Der Kreis schließt sich

Ein Monat ist es jetzt her seit ich in Frankfurt gelandet bin und schön deutsch mir erstmal gute Portion McDonalds gegeben hab. Leider habe ich noch gar nicht richtig Zeit gehabt mal zu entspannen und musste von einem Termin zum anderen rennen, weshalb ich wohl auch noch nicht dazu gekommen bin Kenia ein wenig zu vermissen. Es ist schön wieder hier zu sein und zu merken, dass alles wie immer ist. Ich bin nun zwar kein Star mehr und gehör nicht mehr zu den Reichen und Schönen, trotzdem ist es ein absolut gutes Gefühl einfach durch die Stadt zu laufen und niemand intressierts. Wer hätte gedacht, dass in der Masse unter zu gehn , nicht angesprochen zu werden und nicht besser behandelt zu werden so toll sein kann? Ich hab auf jeden Fall gelernt oder wurde bestätigt, dass man durch den viel verschrienen „Polizeistaat“ und der „Bürokratiehölle“ einfach auch zu so viel Freiheit und Sorgenlosigkeit verholfen wird. Mit Freunden entspannt Konzerte besuchen oder nachts noch aufs Weinfest gehen und sich um nichts Gedanken machen zu müssen.
Umso weniger kann ich nun Deutsche verstehen, die sich beispielsweise im Krankenhaus beschweren, warum denn die Fernbedienung für den Fernseh noch nicht da ist. Und dabei einfach nicht zu schätzen wissen oder nicht realisieren (oder nicht sehen wollen?), was für ein krasser Luxus es doch ist ne Krankenversicherung zu besitzen und rund um die Uhr kompetente Ärzte und Medizin zu Verfügung gestellt zu bekommen.
In diesem Jahr habe ich viele Menschen aus den verschiedensten Ländern getroffen, Geschichten gehört, Eindrücke gesammelt und mir Gedanken gemacht über meine Familie,meine Freunde und mich . Ich glaube, dass das alles mich nicht unerheblich beeinflußt hat,wie ich meine Zukunft gestalten werde.
Jeder der sich überlegt vielleicht auch ins Ausland zu gehen und ähnliche Erfahrungen machen will, dem kann ich das nur zu Herzen legen. Man wird aber relativ schnell merken, dass man so etwas hauptsächlich nur für sich selbst macht und man nicht denken sollte, dass man in dieser kurzen Zeit die Welt verändern kann. Kenia wird und muss seinen eigenen Weg finden müssen, denn irgendwelche gut gemeinten Hilfsprogramme aus dem Ausland werden an der anderen Kultur und Denkweise scheitern. Man sollte zwar die Grundbausteine bereitstellen, damit Handeln überhaupt erst ermöglicht wird; auf lange Sicht muss sich Kenia und vermutlich ganz Afrika sich selbst überlassen werden, damit es seine eigene Lösung findet und nicht in einem aufgezwungen System dahinvegetiert, weil sich niemand mit diesem identifizieren kann.
Vor allem aber sollten wir wegkommen Afrika als bedürftigen Kontinent zu sehen, den nur wir retten können. Es gibt vor Ort genügend kompetente und arbeitswillige Menschen, denen bisher nurnoch keine Möglichkeit gegeben wurde sich zu beweisen.

So, ich glaube nun reicht es auch wieder, ich brauch ja eigentlich gar kein Blog mehr zu schreiben, denn wir können uns ja theoretisch heute oder morgen einfach treffen und uns Lach-und Sachgeschichten erzähln! Ich sag Danke für jede Mail,jeden Anruf und jede Nachricht, die ich im letzten Jahr von euch bekommen hab und freu mich nun bald Zeit zu haben, euch zu berichten wie es eigentlich in Kenia wirklich war, denn ich glaub ich konnte nicht mal im Ansatz beschreiben, wie sich alles eigentlich zugetragen hat und ich z.B. vergessen hab zu schreiben,wie ich jeden Tag mich mit Mama Reni bei Cola und Chapati mich über belanglose Dinge amüsiert habe oder mit meiner Chefin über Dies und Das geredet hab und dass ich vor lauter Sensationen niederschreiben nie erwähnt habe, dass da einfach ganz normale Leute leben, die ganz normal wie du und ich zur Arbeit gehen, Essen und Leben.
Wie dem auch sei,
Mir hat´s Spaß gemacht!

Freitag, 13. August 2010

1 week to go

Es ist soweit, die letzte Woche ist angebrochen.
Danke nochmals für eure Unterstützung! Echt beeindruckend was zusammen gekommen ist. Wir haben nun Hühner im Stall und im Gehege. Wir sind grad dabei sie zu „synchronisieren“, das heißt die eine Hälfte der Hennen bekommt Eier der anderen zugeschoben, die sie dann ausbrüten. Wir rechnen mit etwas 100 Küken Nachwuchs, und glauben, dass wenn alles gut weiter läuft, fortlaufend geimpft wird und sich gut um die Hühner gekümmert wird, war das Projekt ein voller Erfolg!Dank Euch...
Nun zu mir. Vor und noch während diesem Jahr hörte man immer wieder, dass wenn nun der Zeitpunkt kommt, an dem man nach Hause soll, man gar nicht zurück will. Oder zumindest mit gemischten Gefühlen ins Flugzeug steigen wird. Aber von alle dem spür ich noch gar nichts, und ich glaube auch nicht, dass das noch kommen wird. Dafür freu ich mich einfach zu stark auf Deutschland. Das hört sich jetzt zwar an, als würde ich hier alles scheiße finden und ich besser gar nicht erst hier her gekommen wäre, aber auch das trifft überhaupt nicht zu. Es war meiner Meinung nach die beste Entscheidung das Jahr hier zu wagen und ich bereue absolut nichts. Aber darüber werde ich noch schreiben, wenn ich wieder zurück bin und auf das Jahr als Ganzes zurückblicken kann.
Nun genieß ich erstmal noch die letzten Tage und erledige was noch zu tun ist. Also Leute, hier ist alles klar und ich freu mich auf euch, wir sehn uns in ner Woche!
To be continued...

Donnerstag, 3. Juni 2010

In 80 Tagen um die Welt

Die ganze Welt wirds zwar nicht sein, aber nach Uganda werden mich meine letzten 80 Tage schon noch führen. Dazu gibts jede Menge WM und zum Geburtstag wird ne Ziege geschlachtet & gegrillt und mit den Kindern Stockbrot gemacht. Hört sich nicht schlecht an, aber in Deutschland zu feiern wäre mir doch lieber.
Wie ich bereits in nem anderen Blogeintrag geschrieben habe, werden wir hier wohl nicht um einen Spendenaufruf herumkommen. Natürlich ist unser Ziel, das Heim möglichst unabhängig von Spenden zu machen, aber ohne irgendwelches Grundkapital ist das natürlich fast unmöglich. Deshalb will ich auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden und sage: Leute, wir brauchen eure Unterstützung!

Das größte Projekt im Moment ist der neue Kuhstall. Frieder und ich sind zwar keine professionellen Farmer, aber feststellen, dass ein Verhältnis von fünf Bullen zu 3 Milchkühe nicht gerade ideal ist, konnten wir dann doch noch. Wir haben außerdem erfahren, dass alle 3 Kühe zusammen 10Liter Milch geben, was theoretisch eine normale Kuh schon alleine geben müsste. Deshalb haben wir zusammen mit dem Management beschlossen, alle Kühe und Bullen zu verkaufen und 4 neue leistungsfähige Kühe zu kaufen. Außerdem werden wir einen neuen Kuhstall bauen und hoffen hier in Kenia, aber auch in Deutschland Spender zu finden, die uns helfen können, unsere Pläne zu realisieren. Der Kostenvoranschlag beträgt knapp 800 Euro. Durch den Verkauf der Milch könnten jährlich bis zu 4000 Euro eingenommen werden. Ich finde, um das Heim auf die eigenen Beine zu stellen ist das ne super Geschichte.
Unser anderes Farmprojekt war der Hühnerstall, der wir nun letztens fertigstellen konnten. Leider fehlen uns aber noch Hühner, damit die Kinder auch mal Eier zu essen bekommen und wir auf lange Sicht sogar Eier verkaufen können, um Schulgebühren zu finanzieren etc. . Das gute hierbei ist, dass gute Legehennen gerade mal 3,50 Euro kosten, was bedeutet, dass auch mit jeder noch so kleinen Spende etwas bewegt werden kann. Ich persönlich hab den Gedanken immer komisch gefunden, Geld irgendeiner Organisation zu spenden und dann nicht zu wissen was genau mit dem Geld gemacht wird und ob es überhaupt einen Unterschied machen würde, ob man nun spendet oder nicht. Wenn ich aber weiß, dass wenn ich fünf Euro spende und bereits eine Woche später n Huhn im Stall steht, dass täglich Eier legt, dann hört sich das für mich schon besser an. Besonders gefällt mir hierbei, dass es auch irgendwie nen symbolischen Charakter hat, wenn jeder den man kennt 3,50 locker macht, damit in ein paar Tagen der Stall voll ist und jeder noch so arme Student oder Schüler hat n Stückchen dazu beigetragen, um das ganze hinzubekommen.
Ein weiteres Gebiet, wo das Geld fehlt ist die medizinische Versorgung. Normalerweise kaufen wir Freiwillige die Medizin, aber zu Zeit überschreiten unsere Ausgaben unser Budget bei weitem. Hinzukommt, dass nun auch unser 9jähriger Konje im August eine Operation benötigt, da er an einer Knochenkrankheit leidet. Das ganze würde zwischen 200 und 250 Euro kosten, was natürlich unseren Rahmen komplett sprengen würde.
Frieder konnte bereits mit Hilfe seiner Eltern fast den ganzen geplanten Ausflug in einen Nationalpark mit den Kindern sponsorn, aber wer einfach gerne was geben will, damit man den Kindern in irgendeiner Weise ne Freude machen kann, ist herzlich willkommen.
Ich glaube unsere Chancen stehen gut, dass wir hier richtig was mit eurer Hilfe erreichen können. Schreibt mir doch einfach ne Email, falls ihr Interesse habt unsere Arbeit und das Kinderheim zu unterstützen ( schoepflinjochen@aol.com) . Ich kann euch dann weitere Informationen oder Bilder oder was auch immer zukommen lassen. Bitte fragt auch eure Eltern, Freunde, Verwandte und Chefs, ob sie nicht auch mit ins Boot steigen wollen.
Ich bedank mich schon jetzt einmal für eure Hilfe
Wir sehn uns!

Donnerstag, 13. Mai 2010

100 days!

Ok, eigentlich sind es nur noch 98 Tage, aber habs nicht geschafft vorgestern schon was zu schreiben.
Es ist einige Zeit her, seit ich das letzte Mal was geschrieben hab, aber theoretisch müssten eigentlich die meisten von euch zumindest ne Postkarte von mir bekommen haben, aber wie das so ist, hat die kenianische Post mal wieder gar nichts drauf. Schade drum.
Wers noch nicht weiß, ich war letzten Monat in Tansania. Hab fetten Urlaub auf Sansibar gemacht, war auf Safari, am Kilimanjaro Fahrrad fahren und bin ziemlich rumgekommen. Und morgen gehts schon wieder los; diesmal auf Keniatour. Zivi in Afrika hat schon was...
Natürlich mach ich nicht nur Urlaub, sondern hab seit Tansania 7 Tage die Woche durchgearbeitet ;die Projekte und eigentlich alles grad läuft rund. Heute haben wir zum Beispiel den Hühnerstall fertig gebaut und ne kleine Küche fertig gestrichen. Jetzt müssen wir uns nur noch um ein paar Hühner kümmern, nen Kuhstall planen und umsetzen, um dann abschließend noch den Ausfug mit den Kindern in nen Nationalpark hinbekommen, dann ist unser Jahr auch schon vorbei und schließlich brauchen unsere Nachfolger ja auch was zu tun.
Ansonsten gehts mir hier immer noch gut, hab Spaß und komm mit den meisten Leuten immer noch nicht klar. Da hab ich aber auch schon die Hoffnung aufgegeben und genieß jetzt noch die letzte Zeit hier. Auch wenn´s mir echt gut gefällt, freu ich mich mittlerweile verdammt auf euch, Deutschland und Döner, McDonalds, Rouladen, Raclette,Kässpätzle, Schnitzel, Brot, Wurscht, Käse, Maultaschen, Gulasch,gescheite Pommes, Pizza, Schifili mit Kartoffelsalat, Steak, Weizen, Zäpfle, Autofahren, Straßen, warme Dusche, Trinkwasser, fähige Ärzte (man könnte echt denken hier gibts gar nichts...) und was sonst noch Spaß macht natürlich! Ne im Ernst, ich hab Bock auf euch!
Also, ich mach wieder Schluss für heute und meld mich wieder wenn ich vom Urlaub zurück komm. Jetzt wird noch die Wohnung geputzt, die Maus gejagt, gepackt und dann kann´s losgehn!
Macht´s gut

Dienstag, 2. März 2010

Halftime

Einen Tag vor der Ausreise hab ich jetzt doch noch mein Visum bekommen und es blieb bei 3 Tagen Nairobi und ner Studentenparty mit jede Menge Taschendieben. Wenigsten blieb ich ausnahmsweise mal verschont.
6 Monate sind rum, 6 stehn noch vor mir.
In den vergangenen Monaten habe ich einiges dazu gelernt und nicht nur das vergangene Zwischenseminar und meine beiden Urlaube ließen mich erkennen was ich für das Projekt und für mich in dem nächsten halben Jahr erreichen will.
Wird ein Freiwilliger vor seinem Afrikaaufenthalt gefragt, was er denn da machen will, wird er meistens antworten: Helfen!
Doch was ist Helfen überhaupt? Ich für meinen Teil bin zu dem Entschluss gekommen, dass blindes Spendensammeln und dann irgendeinem Heim zu geben zwar an sich n gutes Motiv besitzt, aber meines Erachtens nicht der richtige Weg für konstruktive Entwicklungshilfe ist, sondern eher das Grundproblem verschlimmern kann und Menschen in regelrechte Spendenabhängigkeit führt. Denn würde man ein Baby sein Leben lang im Kinderwagen herum schieben, würde es nie Laufen lernen. Man sollte ihm (und somit Afrika) lieber die Hand reichen und ihm helfen auf eigene Beine zu kommen.
Diesen Grundgedanken versuche ich deshalb auch auf unsere Projekte und Leben im nächsten halben Jahr wirken zu lassen.
Damit ihr mal so ne Idee habt was ich überhaupt meine, wenn ich von Projekten rede, hier ne kleine Liste was wir so vorhaben:
Morgen geht mein Computerunterricht los, wo ich unsren Lehrern und Angestellten die „Basics“ am Pc beibringen werde, denn auch hier ist das Zeitalter des Computers und Internet längst angebrochen.
Morgen früh versuch ich aber erst noch kleine Wassertanks mit Wasserhähnen aufzutreiben, die wir vor die Toiletten im Heim stellen wollen, damit erstens ein gewisses Hygienebewusstsein bei den Kindern entwickelt werden kann und vor allem aber die Kinder gesund bleiben.
Wenn dann noch Zeit bleibt, werd ich unsre großen Wassertanks ausputzen und mich nach billigen Regenrinnen umhören, die wir dann mit den Tanks verbinden können, damit wir endlich kein teures Wasser mehr einkaufen müssen.
Unser vermutlich größtes Projekt was wir auch schon begonnen haben (und sogar schon Früchte trägt!!) ist das Renovieren von kleine Wohnhäuschen auf unsrem Grundstück, die man sobald sie einigermaßen aussehen auch vermieten kann. Letzten Monat haben wir so schon einen alten Geräte/Müllschuppen in ne Wohnung umgebaut, die jetzt bereits vermietet wurde und dem Heim nun monatlich Einkommen beschert. Darauf sind wir besonders stolz, denn es hilft dem Heim echt langfristig und aus der Spendenabhängigkeit herauszukommen. Wir hatten dabei verdammt Spaß daran uns handwerklich zu betätigen und ne abwechslungsreiche Arbeit zu haben (zementiern, Elektrik machen, Decke zimmern, streichen…) und ein Projekt zu haben, dass auch nach unsrer Abreise bestehen wird. Und das Beste: Alles in allem hat nicht einmal 25€ verschlungen.
Hm, ich merk schon diesmal wird’s wieder ein längerer Eintrag, aber vielleicht intressiert´s ja wen.
Andere Projekte sind beispielsweise das Müllproblem noch besser in den Griff zu bekommen und nun neben dem Plastikverbrennungsofen zu mehr Akzeptanz verhelfen noch einen Komposthaufen anzulegen, um nicht nur für Hygiene und Umweltbewusstsein zu sorgen, sondern auch gleichzeitig so unsere Farm und Baumschule mit guter Erde zu versorgen.
Nebenher wollen wir den Kinder Gitarren- Nachhilfe- und Deutschunterricht anbieten.
Was uns quasi auch schon zu unsrem vermutlich zweitgrößten Projekt führt: Wir haben geplant eine Brieffreundschaft zu einer deutschen Schulklasse aufzubauen. Die Idee dahinter ist, dass sowohl unsere Kinder hier als auch deutsche Schulkinder (und damit verbunden Eltern, Verwandte etc) ihren Horizont erweitern können und ein besseres Bild voneinander bekommen. Denn wie viele deutsche Kinder glauben, dass alle Afrikaner nur hungern? Und wie viele afrikanische Kinder glauben, dass alle Europäer in Schlössern wohnen? Aber ist jemand schon mal auf die Idee gekommen, dass alle Kinder egal wo sie wohnen gerne Fußball spielen, gern Musik hören oder tanzen? Wir finden, dass so eine Brieffreundschaft ein guter Weg ist, das gegenseitige Verständnis zu fördern und für beide Parteien ein Spaß bereitende Weise sein kann, etwas über das andere Land zu erfahren und dabei vielleicht sogar Englisch, Deutsch oder gar Suaheli zu lernen. Auf lange Sicht können so sogar richtige Freundschaften entstehen und vielleicht entschließt sich sogar das ein oder andere deutsche Elternpaar so einen so genannten Sponsorship (Patenschaft) für eines der Kinder zu übernehmen, um ihm beispielsweise eine gute Schulbildung zu ermöglichen.
Um nicht zu lang auszuschweifen will ich mit unsrer letzten Idee abschließen, nämlich einfach mehrere kleine oder vielleicht auch einen größeren Ausflug (zB in einen der vielen Nationalparks) für die Kinder zu organisieren. Denn was macht schon mehr Spaß und ist lehrreicher als einfach mal raus zu kommen und etwas von der Welt zu sehn.
Wie ihr seht haben wir einiges vor (und vieles blieb noch ungenannt) und freuen uns aber auf unsre Arbeit. Wir haben echt fast das ganze erste halbe Jahr verbraucht, um wirklich zu begreifen was eigentlich sinnvoll für unser Projekt ist und was auch wir für uns selbst erreichen wollen.
Sicherlich werden wir auch mal einen Spendenaufruf nach Deutschland starten (um beispielsweise einen solchen Ausflug verwirklichen zu können) und freuen uns über jede Art von Unterstützung. Es ist uns aber wichtig, dass erstens der Spender weiß für was er spendet, dass das Geld sicher ankommt und (abgesehen von Ausflügen beispielsweise) in Zusammenarbeit mit Einheimischen in Projekte investiert wird und diese dann auch einen langfristigen Nutzen haben.

Ich könnte echt noch ewig schreiben, aber nun ist gut.
Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mir ja einfach ne Mail schicken, wer die Adresse nicht hat: schoepflinjochen@aol.com

Lala salama!

Donnerstag, 25. Februar 2010

Maasai is watchin´ da game

Nach überstandener Streptokokkeninfektion, Lungeninfektion, einem Zwischenseminar und nem verdammt fetten Keniaurlaub mit meinen 2 Dudes aus Breisach City kehrt nun endlich Ruhe in ein Leben in Afrika ein, wo Stress ja angeblich ein Fremdwort ist.
Sollte man meinen.
Zunächst zum Highlight des Monats. Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich über den Spontanbesuch von Peter und Bernd gefreut hab. Abgesehen davon, dass wir ne verdammt fette Zeit, Strandurlaub bei 40Grad und viele Erlebnisse, die wir vermutlich niemals vergessen werden, gehabt haben, ist es irgendwie befriedigend zu wissen, dass sich nun auch mal andere aus meinem Umfeld ein eigenes Bild von Kenia gemacht haben und ich somit nicht ganz alleine mit meinen Eindrücken und Erlebnissen bin und es nun Personen gibt, die einfach besser verstehen und sich in mich hineinversetzen können, wenn ich irgendwelche Infos nach Deutschland schick. Wenn ich zum Beispiel in diesem Blog schon geschrieben hab, dass viele Orte einfach total zugemüllt sind, kann man das glaub ich erst richtig verstehen, wenn man selbst gesehen hat, wie Kühe im Müll ´grasen´ oder man schon mal vom Gestank einer 50cm hohen Kompostschicht auf der Leute ihr Obst verkaufen fast gekotzt hätte.
Sowieso besteht ja bei Blogs oder generell Infos über was hier so abgeht die Gefahr, dass ein ganz anderes Bild von Kenia oder Afrika (wenn man überhaupt von einem Dorf auf ein ganzes Land oder gar einen ganzen Kontinent schließen kann) übermittelt wird, als eigentlich der Fall oder die Intention ist. Also nur noch mal als Hinweis: Alles was ich hier schreib ist immer absolut subjektiv, manchmal übertrieben oder ironisch und wenn ich nur jeden Monat einmal was schreibe, ist es doch auch klar, dass ich meistens nur die imposantesten Sachen erwähne. Ich mein damit, dass ich vermutlich eher schreiben werde, dass ich ne Streptokokkeninfektion hab als „ ich war die letzten 30 Tage gesund“.

Hm ich würd gern noch mehr schreiben, aber hab echt keine Zeit. Ich war in den letzten 4 Wochen 4 Tage zu Hause und muss jetzt schon wieder weg. Denn als ich heute Morgen nach 11 Stunden Fahrt aus Nairobi zurückkam, durfte ich mir gleich ein Rückfahrtticket besorgen, jetzt schnell Kleider einpacken und meiner Chefin Bescheid sagen, um dann wieder nach Nairobi zu pilgern, um dort n Bus nach Malawi zu buchen. Denn wie erwartet, hats natürlich irgendjemand wieder nicht auf die Reihe bekommen unsre Visa zu verlängern, weshalb einige Freiwillige mit mir höchstwahrscheinlich übermorgen Ostafrika verlassen müssen. Naja wird bestimmt witzig und wer kann schon behaupten er war mal in Malawi (bzw. kennt das Land überhaupt…)? Und soo lang sind 2x 40 Stunden Busfahrt auf wunderschön gepflegten afrikanischen Strassen dann auch nicht.

Also Leute ich mach mich dann mal auf

Danke noch mal euch zwei für den Besuch und allen für die Grüsse

Sonntag, 24. Januar 2010

Jackass!

Ich bin auf nem kack Esel geritten!
Musste einfach raus, konnte es nicht länger verschweigen...