Montag, 21. Dezember 2009
Merry Christmas and a happy new year!
Ich wünsch euch allen schöne Weihnachten, n guten Rutsch und was man sich halt sonst noch so wünscht!
Hier wird erst richtig Weihnachten am 25. gefeiert. Deshalb wird Heiligabend für mich und Frieder wohl so ablaufen: Spätzle kochen; als Nachttisch Pflaumenkuchen (ich hab heute etwas entdeckt, was so ziemlich nah an den Geschmack von Pflaumen kommt) und dann auf n Weihnachtsbierchen in ne Kneipe.
Am 25. geht dann die Lutzi im Heim: Wir Zivis kaufen n Sack Kartoffeln, aus dem dann lecker Pommes geschnitzt wird und danach singen wir 2 (bzw. ich spiel Gitarre) noch n paar nette Liedchen, wofür wir auch schon fleißig üben (- not!) .
Und dann ist ja auch schon Silvester. Würde es zwar lieber in Deutschland feiern, aber in Kombination mit Strandurlaub hat es bestimmt auch was. Wir Freiwilligen aus Kenia, Uganda und Tansania treffen uns nämlich, um ins neue Jahr reinzufeiern, am Meer in nem kleinen Städtchen in der Nähe von Mombasa.
Das isses auch schon wieder für dieses Mal. Morgens geht’s mal wieder illegal nach Uganda zum Hühnchen essen; naja eigentlich bin ich im Moment sogar illegal in Kenia, weil`s die Botschaft nicht wirklich mit meiner Visumsverlängerung auf die Reihe bekommt, aber who cares?
Also man sieht sich! ( Also in paar Monaten halt)
P.S.: Bin mal wieder auf Malaria- und Typhusmedikamenten; in Deutschland herrscht sowieso ein völlig falsches Bild von Malaria. Malaria gehört hier fast schon zum Alltag dazu wie Essen und Trinken. Ich hab diese Woche (außer mir) noch 3 Kinder ausm Heim deshalb zum Arzt gebracht. Wenn man dann seine Medizin nimmt, bleibt es meist auch bei Kopfweh und Müdigkeit. Problematisch wird es erst, wenn man nicht zum Arzt geht und keine Medikamente nimmt. Aber die sind zum Glück umsonst.
Byebye!
Mittwoch, 25. November 2009
A new life.....................................week 13
„Nächstes Kapitel“ ist eigentlich sogar ziemlich passend, denn auch ein neues Kapitel meines Kenia-Jahres wurde aufgeschlagen: Wir sind endlich aus unrem Assi-Haus raus und haben ne nette kleine (und sichere) Wohnung gefunden. Seit ner Woche haben wir jetzt auch ein Tisch, ich n Bett und fette Sofamöbel (Ich hab Bilder davon im StudiVZ hochgeladen). Außerdem haben wir unsren Securityguard/Houskeeper gefeuert, weil er gegen Ende angefangen hat, Salz und so was zu klauen. Im Heim haben wir jetzt auch mehr oder wenig feste Arbeitszeiten und Aufgaben (die Betonung liegt aber weiterhin auf „mehr oder weniger“). Zusammengefasst haben wir jetzt endlich damit angefangen uns einzuleben und sind froh ne feste Bleibe gefunden zu haben in der wir zufrieden das Jahr hier verbringen können. Haben auch aufgehört uns jeden Tag mit irgendwelchen größeren Problemen rumärgern zu müssen. Wobei´s natürlich immer noch genug Dinge gibt über die man sich in Deutschland höllisch aufregen würde.
Ich komme gerade von meinem 5 Tage Naiobi-Urlaub zurück in dem ich auch mal das andere Kenia sehen konnte: Menschen die sich westlich verhalten (Ich hab sogar jemand küssen gesehn (!!), was hier in Bungoma irgendwie n Tabu zu sein scheint), Millionen von Autos, Discos, richtig geiles europäisches/asiatisches Essen und jede Menge Slums.
Haben dort andere deutsche Freiwilligen besucht, die in 2 Wochen zu uns rüberkommen. Komisch irgendwie, dass man sich mit Europäern sofort besser versteht als mit Einheimischen hier mit denen man schon 3 Monate was zu tun hat. Liegt vermutlich an der unterschiedlichen Schulbildung, gemachten Erfahrungen oder dem Einfluss der Kirche und Eltern.
Wie sich fuer n klassischen Blog gehoert, muss ich natuerlich auch schreiben was ich sonst so gemacht hab: n Fahrt mit 36 Leuten in nem 12 Sitze Auto ins Freilichtmuseum mit unserer Nursery-School (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=nLlFd5KVoqQ ) ; n Ausflug mit unseren groesseren Kindern auf unsern Affen-und Echsenberg (der Berg ist nur 30min entfernt, aber die Kinder kommen halt nie raus); Wasserfaelle gucken und versuchen den Fluss zu ueberqueren und dabei von ner Stroemung 10 Meter mitgerissen werden ...
Naja ich glaub es reicht mit "schaut mal was ich alles erlebt hab", liest doch eh kein Schwein
Bis zum naechsten Eintrag! (in circa 3 Monaten, nein ich versuch am Ball zu bleiben)
Greetings Joe
Sonntag, 25. Oktober 2009
I hate Africa.....................................week 8
Generell gibt’s hier echt einige Sachen, die mich ziemlich ankotzen : Sei es die schon angesprochene Arbeitsmoral von Polizei, Politikern oder Handwerkern; dann die alles beherrschenden Made-In-China Produkte, weshalb sich unser Geschirr, Steckdosen und unser Haus nach wenigen Tagen schon auflösen; dann, dass die meisten Leute hier ihren Müll einfach vergraben, weshalb der Boden über die Jahre zu ner einzigen Müllgrube wurde und auf dem natürlich nichts wirklich wachsen kann außer vielleicht Krankheiten; dass jeder mindestens 1 Handy besitzt und dafür Unmengen Geld ausgibt, aber Grundbedürfnisse wie Wasser und Nahrung nicht für jeden garantiert sind. Ich könnt noch endlos weiter aufzählen, was die Entwicklung hier behindert; einer der Hauptgründe dafür und weshalb ich mich auch ziemlich aufreg, ist aber die Tatsache, dass man das Gefühl hat, dass viele Leute hier irgendwie auch gar nichts ändern wollen.
Ziemlich nervig ist auch, dass die meisten hier immer noch ziemliche Rassisten sind und uns Weiße einfach viel zu gut und bevorzugt behandeln. Man wird mit „Sir“ begrüßt, in der 3-Stunden-Schlange vorgelassen, darf zu Nicht-Besuchs-Zeiten ins Krankenhaus, bekommt den besten Platz im Matatu zugewiesen etc.. Man weiß außerdem nie so genau, ob die Gastfreundschaft und die Freundlichkeit, die einem entgegengebracht wird, echt oder gespielt ist, denn fast in jedem Gespräch kommt irgendwann die Bitte nach Geld. Oder ganz klassisch im besten Oxford-English: „How is you?-Give me money“ oder „How are yous?-I want to marry your sister”
Trotz allem find ich`s hier immer noch verdammt cool und es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung das Jahr hier zu wagen. Im Heim ist es ziemlich witzig, denn es gibt immer irgendwas zu tun (und dennoch jede Menge Zeit um zu entspannen), wie z.B. Kindern, die nicht zur Schule gehen, Lesen beibringen, ne Müllverbrennungsanlage bauen oder einfach nur mit den Kleinen zu spielen. Jetzt freuen wir uns erstmal darauf nächsten
Donnerstag in unser neues Haus umziehen zu können und wir endlich aus der Assi-Gegend hier raus sind, denn mittlerweile haben wir erfahren, dass sie die gefährlichste von ganz Bungoma ist. Ich hoff, dass ich dann endlich n Bett besitzen werde und ich nicht mehr mit ner Matratze aufm Boden pennen muss. Und Möbel wären auch mal ne feine Sache.
Meine neue Nummer ist: +254732606740 , wär nice wenn ihr mir eure irgendwie geben könnt. Bulayi! I really do like Africa!
P.S.: Meine Haare sind auf 1cm abrasiert.
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Chicken and Chicks……......................week 5
Wie der Titel schon sagt geht’s heute um Essen und Frauen: Ich war heute im 3. größten Restaurant der Stadt und hab Fisch mit Reis und Saft bestellt. Wie üblich ist die Speisekarte für den Arsch und ich musste mich mit fettigem Beef mit fettigen Pfannenkuchen und Cola begnügen. Einerseits hab mich noch nie so gesund ernährt (frische Ananas, Bananen, Orangen, Papaya, Avocato oder selbstgekochte Tomaten mit Kraut, Karotten und Zwiebeln) andererseits dennoch so einseitig: Denn wenn man unterwegs ist und grad nicht zuhause kochen kann, besteht die Auswahl (die Speisekarte lügt immer!!!) eigentlich immer aus zu weichen Pommes (außer bei unsrem Stammkoch, dem wir deutsche Pommes beigebracht haben), Ugali (so Maismehlfladen/Brei) und Huhn. Und natürlich Coca-Cola, wovon ich hier pro Tag ca. 1,5 Liter - es gibt echt nichts anderes außer teurem Wasser! - trink. Deutsches Essen wie Pizza, Döner, Steaks und Süßigkeiten vermiss ich hier echt am Meisten. Auch wenn ne handvoll Termiten auch mal nicht schlecht sind...
Auch wenn dieser Blog den Verwandten zuliebe jugendfrei bleibt, komme ich nun auf das andere heiße Thema zu sprechen: Wusstet ihr dass 99,9% der afrikanischen Frauen hier entweder Perücken oder Ultrakurzhaarfrisuren tragen? Ich lüg echt nicht: jede Frau hier hat spätestens alle 10 Tage ne komplett andere Frisur und die Perücken sehn meistens so scheiße aus. Naja wenn man dann aber in der Disco ist, sieht die Welt schon ganz anders aus: Es ist unglaublich was Afrikanerinnen mit ihren Ärschen hier beim Tanzen alles anstellen können! Und indirekte Heiratsanträge „Ich will n Ehemann, der in Europa wohnt- kaufst du mir n Bier?“ gehören zur Tagesordnung. Wobei man echt vorsichtig sein muss, denn der Übergang vom normalen Mädchen zu Prostituierten ist hier fließend. Spricht man aber Einwohner von Bungoma darauf an, verstehen sie den Widerspruch von geduldetem Ehebrechen (laut einer Statistik, die gestern in den Nachrichten kam, gehen 99% der Kenianer fremd) und den Geboten der Bibel, die hier das Ein und Alles ist, nicht. Aber Kirche ist sowieso ein anderes Thema, das n eigenen Blogeintrag benötigt, denn nichts ist hier wichtiger und dennoch teilweise so widersprüchlich und absurd.
Also Leute ich bin dann mal Bananen mit Kabapulver essen- der einzige Weg wie man den Süßigkeitenmangel umgehen kann; gerade jetzt, da die kack Einbrecher mein ganzen Vorrat, den ich von meiner Tante geschenkt bekommen habe, geklaut haben. Kwaheri!
Donnerstag, 24. September 2009
Some Malaria, Typhuid and burglars.week 4
Habari? Jetzt hab ich endlich auch die andere Seite des Lebens hier in Afrika kennen gelernt. Würde es zwar besser finden, wenn ich auf diese Erfahrungen hätte verzichten können, aber ich denk das gehört hier auch einfach zum Alltag dazu: Nachdem ich ne Nacht mehr oder weniger auf dem Klo verbracht hab und nie wusste aus welcher Körperöffnung diesmal mein Mageninhalt Bock hat zu entweichen, hab ich mich ins Krankenhaus geschleppt. Ich weiß zwar nicht wie ich Malaria und Typhus (auch noch gleichzeitig) bekommen konnte, weil wir hier echt vorsichtig sind und nur Wasser aus Flaschen trinken, das Kochwasser abkochen und unterm Netz schlafen, but „this is Africa…“ . Auch Krankenhaus läuft hier ein bisschen anders ab: Der Weiße wird natürlich vorgelassen und muss nicht wie alle andern 3 Stunden warten, er bekommt dann erstmal nach afrikanischer Art ein paar Spritzen und irgendwelche Medikamente, bevor man überhaupt die Möglichkeit hat zu sagen, was einem überhaupt fehlt, danach bekommt er ein Privatzimmer und unzählige Krankenschwestern (manchmal 15 gleichzeitig) besuchen ihn rund um die Uhr. Medikamente sind der Hit! Bin mittlerweile wieder topfit und konnte / musste das Krankenhaus (natürlich erst nachdem ich meine Email-Adresse den Krankenschwestern gegeben hatte) nach 3 Tagen verlassen, weil ich aufs Polizeirevier musste. Irgendwelche Assis sind in der Nacht durchs Fenster, nachdem sie die Eisengitter davor rausgerissen haben, in unser Haus eingebrochen und haben uns ziemlich übel ausgeraubt. Ich hatte zum Glück meine Wertsachen und Papiere im Krankenhaus dabei, aber Kamera (mal wieder) und noch paar Dinge sind weg. Meine Genossen hats heftiger erwischt: Ipod, Kamera, Pässe, Führerschein, n kompletter Koffer mit Klamotten, Schuhe, Geschenke für Verwandte und noch viel mehr. Ziemlich beschissen ist, dass einer von den Zivis hier eigentlich schon nach Deutschland geflogen wäre, er aber ohne Pass nicht ausm Land kommt. Die Penner haben sogar unsere Moskitonetze, Rasierschaum, Bettbezüge, Teppiche, Handtücher, Vokabelhefte, ne dreckige Pfanne, Reis und Spaghettis geklaut. Hatten diese Woche eigentlich vor uns um nen Security-Typ kümmern, war aber wohl zu spät. Die Sich-Zuhause-Fühlen-Atmosphäre ist jetzt halt wieder im Arsch und wir haben by the way mal wieder kein Wasser. Aber es kann nur besser werden und zum Glück ist niemandem etwas richtig Schlimmes passiert. Also macht´s gut!
Dienstag, 22. September 2009
Welcome to the neighbourhood........week 3
Africa´s damn expensive!! Bilanz nach 3 Wochen in einem Entwicklungsland: Frieder (also mein Arbeitskollege, Mitbewohner und Lebensabschnittgefährte) und ich haben jeweils schon umgerechnet 500 Euro ausgegeben! Naja, ich denk aber die Investitionen haben sich gelohnt und das richtige Leben hier (dank fließend Wasser, Strom, Licht, Fahrrad und nem selbstgebauten Schrank) kann endlich beginnen.
Wir haben jetzt sogar schon sowas wie nen geregelten Tagesablauf und alles ist nicht mehr so chaotisch wie noch am Anfang. Morgens und mittags sind wir meistens im Kinderheim und gehen danach einkaufen, kochen, irgendwo essen, Scrubs oder irgendwelche Filme schauen, die man hier im 30er-Pack für 2 Euro bekommt, ins Internetcafé, Bungoma erkunden, Suaheli-Unterricht nehmen oder uns mit Bekannten im berüchtigten „Rangers“ zum Pool spielen oder Bierchen gönnen treffen. Wenn wir frei haben, versuchen wir möglichst viel vom Land zu sehn und fahrn auch schon mal 3 Stunden zum kleinsten Nationalpark Afrikas, um dort festzustellen, dass die ultraseltenen Tiere, die es dort gibt, nur nachts rauskommen und man deshalb nur Kühe, die irgendwelche genetische Fehler besitzen, zu sehen bekommt (z.B. ein Bulle mit 4 Hörner und 3 Augen…).
Die Arbeit im Kinderheim ist ziemlich abwechslungsreich, wobei es meistens echt nicht viel zu tun gibt. Im Heim sind so 30 hauptsächlich Waisen- oder ausgesetzte Kinder- man weiß nicht so genau wie viele es sind, weil eigentlich immer irgendwelche Nachbarskinder und Kinder, die in die zugehörige Schule gehen, bei uns abhängen). Wir müssen eigentlich alles erledigen was gerade anfällt, z.B. Mehlmahlen gehen, Getreidekammer putzen, Mäusetöten (ich hab gestern ne selbst gebastelte Mausefalle aus Plastikbechern und Batterieflüßigkeit aufgestellt…) Türen reparieren, Bilder für die Schule malen, auf der Farm, die zum Heim gehört, mithelfen. Unsere Hauptaufgaben bestehen aber aus mit den Kindern spielen, was verdammt Spaß macht, sie ins Krankenhaus bringen und jeden Tag Mais, Reis, Bohnen, Mehl, Zucker, Salz, Waschpulver, Seife, Tee……. ausgeben, um uns dann von den Hausmüttern anhörn zu müssen, dass irgendwas fehlt, obwohl wir das noch nie ausgeben mussten.
Das wars für heute, alles zu erzählen geht sowieso nicht. Ruft doch einfach mal an, während wir uns hier mit unsrer ersten Auslandskrankheit rumärgern: Flöhe – Ich hasse diese kleinen dreckigen Bastarde!!!
Samstag, 12. September 2009
„Musungu, Musungu!!!“.............................week 2
Heute kam ich von der Arbeit zurück und ihr glaubt nicht was wir tolles festgestellt haben: Wir haben plötzlich fließend Wasser!!! Hab natürlich sofort meine erste richtige Dusche (schön romantisch bei Kerzenlicht, weil der Strom noch nicht überall funktioniert…) nach circa 2 Wochen genommen. Absolut erlösendes Gefühl!!! Naja, nach 2 Minuten komplett einshampooniert (jaja wie im Film…) kackt natürlich das Wasser ab und sitzen jetzt wieder auf dem Trockenen. Aber „This is Africa!“ – Auch ein Satz den ich am Tag circa 10x höre. Weil hier läuft echt einiges einfach anders ab. Der Weltbankkerl kommt 1,5 Stunden zu spät; der Klempner kommt 4 Tage zu spät und macht dann nichts (Ausrede: „Ihr habt ja kein Wasser im Haus, da kann ich nichts machen“ Achwas, wieso haben wir dich wohl gerufen!!); man fährt zu 25igst in nem Matatu (Minibus für ca 9 Leute) irgendwo zwischen Uganda und Bungoma und dann platzt der Reifen, der Wagenheber passt aber nicht zum Auto, deshalb werden Steine, Holz und andere Reifen als Wagenheber benutzt, was natürlich nicht funktioniert; am nächsten Tag platzt wieder n Reifen von dem Jeep, in dem ich mitfahr;heute fliegt die Schiebetür von meinem Matatu davon…“This is Africa!“
Also Leute ich bin dann mal wieder raus; bin k.o. von der Woche und will pennen, denn Morgen hab ich frei genommen und will früh raus- die Nachbarstadt besuchen.
Ich hoff euch geht’s allen gut! Tutaonana!
P.S.: Das nächste Mal erzähl ich von meiner Arbeit, den hammersüßen Kindern und von den 9 Mäusen, die ich in den letzten 3 Tagen getötet hab…
Mittwoch, 2. September 2009
JAMBO!.....................................................week 1
Also los gehts: Bin jetzt 7 Tage hier in Kenia und absolut alles hier ist beeindruckend. Der Verkehr ist das reinste Chaos (Leute klettern in fahrende Autos, man wird von Matatus (aufgepimpte, komplett ueberladene Kleinbusse), die auf dem Gehweg fahren, ueberholt.
Man wird staendig gegruesst und jeder will mit dir reden, ist gastfreundlich und hilfsbereit. Ausser der Inder, der uns nach 5 Stunden hier in Bungoma aus unsrer Wohnung rausgeworfen hat... Naja haben mir dann mit meinen 2 Kollegen innerhalb von ner halben Stunde ein neues Haus gemietet und sind mit Hilfe von ein paar Einheimischen dann direkt umgezogen. Die letzten hab ich aber noch in ner Bar uebernachet, die auch mehr oder weniger als Puff benutzt wird, weil unser Haus erst noch gestrichen werden musste. Freu mich endlich auf die eigene Wohnung, da ich bisher jede Nacht irgendwo anders uebernachtet hab (wenn ich ueberhaupt geschlafen hab).
Aus dem Koffer heraus leben ist nicht wirklich das Wahre und 3 Tage und Naechte komplett die selben Kleider ohne Moeglichkeit sich zu waschen auch nicht. Der Uringehalt der Luft in meinem Zimmer betraegt ca.90%, da es kein Wasser fuer Spuelung gibt. Hab jetzt schon schaetzen gelernt was man an nem funktionierenden, deutschen Klo hat- hab in den 7 Tagen bisher noch kein Klo ( wenn man n Loch im Boden, aus dem Kakerlaken sprudeln, ueberhaupt Klo nennen darf) gesehn, dem man sich unter normalen Umstaenden mehr als 1 Meter naehern wuerde.
Ich hab schon vielzuviel erlebt und gelernt in den letzten Tagen, als dass ich alles aufschreiben koennte aber ich kann schon soviel sagen: nichts geht ueber gegrillte Ziege!
Sawa, viele Gruesse aus Bungoma wo es bisher immer spannend, abwechslungsreich und cool war. Bis zum naechsten Post
P.S.: heute fahr ich nach Uganda in ne Bauchtanzbar- keine Ahnung was mich dort erwartet...