Africa´s damn expensive!! Bilanz nach 3 Wochen in einem Entwicklungsland: Frieder (also mein Arbeitskollege, Mitbewohner und Lebensabschnittgefährte) und ich haben jeweils schon umgerechnet 500 Euro ausgegeben! Naja, ich denk aber die Investitionen haben sich gelohnt und das richtige Leben hier (dank fließend Wasser, Strom, Licht, Fahrrad und nem selbstgebauten Schrank) kann endlich beginnen.
Wir haben jetzt sogar schon sowas wie nen geregelten Tagesablauf und alles ist nicht mehr so chaotisch wie noch am Anfang. Morgens und mittags sind wir meistens im Kinderheim und gehen danach einkaufen, kochen, irgendwo essen, Scrubs oder irgendwelche Filme schauen, die man hier im 30er-Pack für 2 Euro bekommt, ins Internetcafé, Bungoma erkunden, Suaheli-Unterricht nehmen oder uns mit Bekannten im berüchtigten „Rangers“ zum Pool spielen oder Bierchen gönnen treffen. Wenn wir frei haben, versuchen wir möglichst viel vom Land zu sehn und fahrn auch schon mal 3 Stunden zum kleinsten Nationalpark Afrikas, um dort festzustellen, dass die ultraseltenen Tiere, die es dort gibt, nur nachts rauskommen und man deshalb nur Kühe, die irgendwelche genetische Fehler besitzen, zu sehen bekommt (z.B. ein Bulle mit 4 Hörner und 3 Augen…).
Die Arbeit im Kinderheim ist ziemlich abwechslungsreich, wobei es meistens echt nicht viel zu tun gibt. Im Heim sind so 30 hauptsächlich Waisen- oder ausgesetzte Kinder- man weiß nicht so genau wie viele es sind, weil eigentlich immer irgendwelche Nachbarskinder und Kinder, die in die zugehörige Schule gehen, bei uns abhängen). Wir müssen eigentlich alles erledigen was gerade anfällt, z.B. Mehlmahlen gehen, Getreidekammer putzen, Mäusetöten (ich hab gestern ne selbst gebastelte Mausefalle aus Plastikbechern und Batterieflüßigkeit aufgestellt…) Türen reparieren, Bilder für die Schule malen, auf der Farm, die zum Heim gehört, mithelfen. Unsere Hauptaufgaben bestehen aber aus mit den Kindern spielen, was verdammt Spaß macht, sie ins Krankenhaus bringen und jeden Tag Mais, Reis, Bohnen, Mehl, Zucker, Salz, Waschpulver, Seife, Tee……. ausgeben, um uns dann von den Hausmüttern anhörn zu müssen, dass irgendwas fehlt, obwohl wir das noch nie ausgeben mussten.
Das wars für heute, alles zu erzählen geht sowieso nicht. Ruft doch einfach mal an, während wir uns hier mit unsrer ersten Auslandskrankheit rumärgern: Flöhe – Ich hasse diese kleinen dreckigen Bastarde!!!
Genial!Du solltest ein Buch über deinen Afrika-Aufenthalt schreiben.Hab mich mal wieder bepisst vor Lachen...Ju ar se best of se wörld!Deine Gelräblifreundin!"Kwaheri karoti" heißt übrigens "Auf Wiedersehen,Gelräbli!"
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