Mittwoch, 7. Oktober 2009

Chicken and Chicks……......................week 5

Erstmal pole, dass ich mich erst so spät wieder melde. Aber hatte weder die Zeit noch (ehrlich gesagt) Lust mich hinzusetzen und irgendwas zu schreiben. Will euch außerdem auch nicht mit Gelaber bombadiern. Also keine Panik wenn ich mal ne Woche nichts schreib- mir wirds schon gut gehen.
Wie der Titel schon sagt geht’s heute um Essen und Frauen: Ich war heute im 3. größten Restaurant der Stadt und hab Fisch mit Reis und Saft bestellt. Wie üblich ist die Speisekarte für den Arsch und ich musste mich mit fettigem Beef mit fettigen Pfannenkuchen und Cola begnügen. Einerseits hab mich noch nie so gesund ernährt (frische Ananas, Bananen, Orangen, Papaya, Avocato oder selbstgekochte Tomaten mit Kraut, Karotten und Zwiebeln) andererseits dennoch so einseitig: Denn wenn man unterwegs ist und grad nicht zuhause kochen kann, besteht die Auswahl (die Speisekarte lügt immer!!!) eigentlich immer aus zu weichen Pommes (außer bei unsrem Stammkoch, dem wir deutsche Pommes beigebracht haben), Ugali (so Maismehlfladen/Brei) und Huhn. Und natürlich Coca-Cola, wovon ich hier pro Tag ca. 1,5 Liter - es gibt echt nichts anderes außer teurem Wasser! - trink. Deutsches Essen wie Pizza, Döner, Steaks und Süßigkeiten vermiss ich hier echt am Meisten. Auch wenn ne handvoll Termiten auch mal nicht schlecht sind...
Auch wenn dieser Blog den Verwandten zuliebe jugendfrei bleibt, komme ich nun auf das andere heiße Thema zu sprechen: Wusstet ihr dass 99,9% der afrikanischen Frauen hier entweder Perücken oder Ultrakurzhaarfrisuren tragen? Ich lüg echt nicht: jede Frau hier hat spätestens alle 10 Tage ne komplett andere Frisur und die Perücken sehn meistens so scheiße aus. Naja wenn man dann aber in der Disco ist, sieht die Welt schon ganz anders aus: Es ist unglaublich was Afrikanerinnen mit ihren Ärschen hier beim Tanzen alles anstellen können! Und indirekte Heiratsanträge „Ich will n Ehemann, der in Europa wohnt- kaufst du mir n Bier?“ gehören zur Tagesordnung. Wobei man echt vorsichtig sein muss, denn der Übergang vom normalen Mädchen zu Prostituierten ist hier fließend. Spricht man aber Einwohner von Bungoma darauf an, verstehen sie den Widerspruch von geduldetem Ehebrechen (laut einer Statistik, die gestern in den Nachrichten kam, gehen 99% der Kenianer fremd) und den Geboten der Bibel, die hier das Ein und Alles ist, nicht. Aber Kirche ist sowieso ein anderes Thema, das n eigenen Blogeintrag benötigt, denn nichts ist hier wichtiger und dennoch teilweise so widersprüchlich und absurd.
Also Leute ich bin dann mal Bananen mit Kabapulver essen- der einzige Weg wie man den Süßigkeitenmangel umgehen kann; gerade jetzt, da die kack Einbrecher mein ganzen Vorrat, den ich von meiner Tante geschenkt bekommen habe, geklaut haben. Kwaheri!

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