Wie erwartet hat sich meine Motivation am Blog zu schreiben gänzlich verabschiedet. Damit ihr wenigstens ein bisschen aufm Laufenden bleibt, hier , wenn auch verspätet, das nächste Kapitel.
„Nächstes Kapitel“ ist eigentlich sogar ziemlich passend, denn auch ein neues Kapitel meines Kenia-Jahres wurde aufgeschlagen: Wir sind endlich aus unrem Assi-Haus raus und haben ne nette kleine (und sichere) Wohnung gefunden. Seit ner Woche haben wir jetzt auch ein Tisch, ich n Bett und fette Sofamöbel (Ich hab Bilder davon im StudiVZ hochgeladen). Außerdem haben wir unsren Securityguard/Houskeeper gefeuert, weil er gegen Ende angefangen hat, Salz und so was zu klauen. Im Heim haben wir jetzt auch mehr oder wenig feste Arbeitszeiten und Aufgaben (die Betonung liegt aber weiterhin auf „mehr oder weniger“). Zusammengefasst haben wir jetzt endlich damit angefangen uns einzuleben und sind froh ne feste Bleibe gefunden zu haben in der wir zufrieden das Jahr hier verbringen können. Haben auch aufgehört uns jeden Tag mit irgendwelchen größeren Problemen rumärgern zu müssen. Wobei´s natürlich immer noch genug Dinge gibt über die man sich in Deutschland höllisch aufregen würde.
Ich komme gerade von meinem 5 Tage Naiobi-Urlaub zurück in dem ich auch mal das andere Kenia sehen konnte: Menschen die sich westlich verhalten (Ich hab sogar jemand küssen gesehn (!!), was hier in Bungoma irgendwie n Tabu zu sein scheint), Millionen von Autos, Discos, richtig geiles europäisches/asiatisches Essen und jede Menge Slums.
Haben dort andere deutsche Freiwilligen besucht, die in 2 Wochen zu uns rüberkommen. Komisch irgendwie, dass man sich mit Europäern sofort besser versteht als mit Einheimischen hier mit denen man schon 3 Monate was zu tun hat. Liegt vermutlich an der unterschiedlichen Schulbildung, gemachten Erfahrungen oder dem Einfluss der Kirche und Eltern.
Wie sich fuer n klassischen Blog gehoert, muss ich natuerlich auch schreiben was ich sonst so gemacht hab: n Fahrt mit 36 Leuten in nem 12 Sitze Auto ins Freilichtmuseum mit unserer Nursery-School (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=nLlFd5KVoqQ ) ; n Ausflug mit unseren groesseren Kindern auf unsern Affen-und Echsenberg (der Berg ist nur 30min entfernt, aber die Kinder kommen halt nie raus); Wasserfaelle gucken und versuchen den Fluss zu ueberqueren und dabei von ner Stroemung 10 Meter mitgerissen werden ...
Naja ich glaub es reicht mit "schaut mal was ich alles erlebt hab", liest doch eh kein Schwein
Bis zum naechsten Eintrag! (in circa 3 Monaten, nein ich versuch am Ball zu bleiben)
Greetings Joe
Mittwoch, 25. November 2009
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