Nach überstandener Streptokokkeninfektion, Lungeninfektion, einem Zwischenseminar und nem verdammt fetten Keniaurlaub mit meinen 2 Dudes aus Breisach City kehrt nun endlich Ruhe in ein Leben in Afrika ein, wo Stress ja angeblich ein Fremdwort ist.
Sollte man meinen.
Zunächst zum Highlight des Monats. Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich über den Spontanbesuch von Peter und Bernd gefreut hab. Abgesehen davon, dass wir ne verdammt fette Zeit, Strandurlaub bei 40Grad und viele Erlebnisse, die wir vermutlich niemals vergessen werden, gehabt haben, ist es irgendwie befriedigend zu wissen, dass sich nun auch mal andere aus meinem Umfeld ein eigenes Bild von Kenia gemacht haben und ich somit nicht ganz alleine mit meinen Eindrücken und Erlebnissen bin und es nun Personen gibt, die einfach besser verstehen und sich in mich hineinversetzen können, wenn ich irgendwelche Infos nach Deutschland schick. Wenn ich zum Beispiel in diesem Blog schon geschrieben hab, dass viele Orte einfach total zugemüllt sind, kann man das glaub ich erst richtig verstehen, wenn man selbst gesehen hat, wie Kühe im Müll ´grasen´ oder man schon mal vom Gestank einer 50cm hohen Kompostschicht auf der Leute ihr Obst verkaufen fast gekotzt hätte.
Sowieso besteht ja bei Blogs oder generell Infos über was hier so abgeht die Gefahr, dass ein ganz anderes Bild von Kenia oder Afrika (wenn man überhaupt von einem Dorf auf ein ganzes Land oder gar einen ganzen Kontinent schließen kann) übermittelt wird, als eigentlich der Fall oder die Intention ist. Also nur noch mal als Hinweis: Alles was ich hier schreib ist immer absolut subjektiv, manchmal übertrieben oder ironisch und wenn ich nur jeden Monat einmal was schreibe, ist es doch auch klar, dass ich meistens nur die imposantesten Sachen erwähne. Ich mein damit, dass ich vermutlich eher schreiben werde, dass ich ne Streptokokkeninfektion hab als „ ich war die letzten 30 Tage gesund“.
Hm ich würd gern noch mehr schreiben, aber hab echt keine Zeit. Ich war in den letzten 4 Wochen 4 Tage zu Hause und muss jetzt schon wieder weg. Denn als ich heute Morgen nach 11 Stunden Fahrt aus Nairobi zurückkam, durfte ich mir gleich ein Rückfahrtticket besorgen, jetzt schnell Kleider einpacken und meiner Chefin Bescheid sagen, um dann wieder nach Nairobi zu pilgern, um dort n Bus nach Malawi zu buchen. Denn wie erwartet, hats natürlich irgendjemand wieder nicht auf die Reihe bekommen unsre Visa zu verlängern, weshalb einige Freiwillige mit mir höchstwahrscheinlich übermorgen Ostafrika verlassen müssen. Naja wird bestimmt witzig und wer kann schon behaupten er war mal in Malawi (bzw. kennt das Land überhaupt…)? Und soo lang sind 2x 40 Stunden Busfahrt auf wunderschön gepflegten afrikanischen Strassen dann auch nicht.
Also Leute ich mach mich dann mal auf
Danke noch mal euch zwei für den Besuch und allen für die Grüsse
Donnerstag, 25. Februar 2010
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