Donnerstag, 3. Juni 2010

In 80 Tagen um die Welt

Die ganze Welt wirds zwar nicht sein, aber nach Uganda werden mich meine letzten 80 Tage schon noch führen. Dazu gibts jede Menge WM und zum Geburtstag wird ne Ziege geschlachtet & gegrillt und mit den Kindern Stockbrot gemacht. Hört sich nicht schlecht an, aber in Deutschland zu feiern wäre mir doch lieber.
Wie ich bereits in nem anderen Blogeintrag geschrieben habe, werden wir hier wohl nicht um einen Spendenaufruf herumkommen. Natürlich ist unser Ziel, das Heim möglichst unabhängig von Spenden zu machen, aber ohne irgendwelches Grundkapital ist das natürlich fast unmöglich. Deshalb will ich auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden und sage: Leute, wir brauchen eure Unterstützung!

Das größte Projekt im Moment ist der neue Kuhstall. Frieder und ich sind zwar keine professionellen Farmer, aber feststellen, dass ein Verhältnis von fünf Bullen zu 3 Milchkühe nicht gerade ideal ist, konnten wir dann doch noch. Wir haben außerdem erfahren, dass alle 3 Kühe zusammen 10Liter Milch geben, was theoretisch eine normale Kuh schon alleine geben müsste. Deshalb haben wir zusammen mit dem Management beschlossen, alle Kühe und Bullen zu verkaufen und 4 neue leistungsfähige Kühe zu kaufen. Außerdem werden wir einen neuen Kuhstall bauen und hoffen hier in Kenia, aber auch in Deutschland Spender zu finden, die uns helfen können, unsere Pläne zu realisieren. Der Kostenvoranschlag beträgt knapp 800 Euro. Durch den Verkauf der Milch könnten jährlich bis zu 4000 Euro eingenommen werden. Ich finde, um das Heim auf die eigenen Beine zu stellen ist das ne super Geschichte.
Unser anderes Farmprojekt war der Hühnerstall, der wir nun letztens fertigstellen konnten. Leider fehlen uns aber noch Hühner, damit die Kinder auch mal Eier zu essen bekommen und wir auf lange Sicht sogar Eier verkaufen können, um Schulgebühren zu finanzieren etc. . Das gute hierbei ist, dass gute Legehennen gerade mal 3,50 Euro kosten, was bedeutet, dass auch mit jeder noch so kleinen Spende etwas bewegt werden kann. Ich persönlich hab den Gedanken immer komisch gefunden, Geld irgendeiner Organisation zu spenden und dann nicht zu wissen was genau mit dem Geld gemacht wird und ob es überhaupt einen Unterschied machen würde, ob man nun spendet oder nicht. Wenn ich aber weiß, dass wenn ich fünf Euro spende und bereits eine Woche später n Huhn im Stall steht, dass täglich Eier legt, dann hört sich das für mich schon besser an. Besonders gefällt mir hierbei, dass es auch irgendwie nen symbolischen Charakter hat, wenn jeder den man kennt 3,50 locker macht, damit in ein paar Tagen der Stall voll ist und jeder noch so arme Student oder Schüler hat n Stückchen dazu beigetragen, um das ganze hinzubekommen.
Ein weiteres Gebiet, wo das Geld fehlt ist die medizinische Versorgung. Normalerweise kaufen wir Freiwillige die Medizin, aber zu Zeit überschreiten unsere Ausgaben unser Budget bei weitem. Hinzukommt, dass nun auch unser 9jähriger Konje im August eine Operation benötigt, da er an einer Knochenkrankheit leidet. Das ganze würde zwischen 200 und 250 Euro kosten, was natürlich unseren Rahmen komplett sprengen würde.
Frieder konnte bereits mit Hilfe seiner Eltern fast den ganzen geplanten Ausflug in einen Nationalpark mit den Kindern sponsorn, aber wer einfach gerne was geben will, damit man den Kindern in irgendeiner Weise ne Freude machen kann, ist herzlich willkommen.
Ich glaube unsere Chancen stehen gut, dass wir hier richtig was mit eurer Hilfe erreichen können. Schreibt mir doch einfach ne Email, falls ihr Interesse habt unsere Arbeit und das Kinderheim zu unterstützen ( schoepflinjochen@aol.com) . Ich kann euch dann weitere Informationen oder Bilder oder was auch immer zukommen lassen. Bitte fragt auch eure Eltern, Freunde, Verwandte und Chefs, ob sie nicht auch mit ins Boot steigen wollen.
Ich bedank mich schon jetzt einmal für eure Hilfe
Wir sehn uns!